ich bin Rosemarie Crusius und ich bin am 20.04.1954 in Stendal geboren worden.
Meine Mutter war chirurgische Assistentin , mein Vater war Physik- und Chemielehrer an der Commeniusschule in Stendal.
In meiner Kindheit spielte ich oft im Garten meiner Eltern. Meine liebe Schwester Angela und einige Nachbarskinder leisteten mir oft Gesellschaft.
Im Alter von 6 Jahren wurde ich eingeschult. Meine ersten Schuljahre verbrachte ich auf der Goethe Schule, zum Abitur wechselte ich auf die Winkelmann Oberschule.
Während dieser Zeit, im Februar 1971 lernte ich Hans kennen, ein junger, frecher, immer zu Scherzen aufgelegter Mann. Mein Berufwunsch Ärztin zu werden, wurde mir leider von der Regierung der DDR nicht erfüllt. Ich bekam einen Studiumsplatz zur Lebensmittelingeneurin für Gärungs- und Getränkeindustrie in Dippoldiswalde.
Hans half mir mein Studium zu beenden. Da Chemie nie meine Stärke war, er es bei seinem Studium auch brauchte und besser konnte, half er mir, die chemischen Reaktionen und Mechanismen besser zu verstehen. Ich schloss mein Studium 1975 ab und bekam eine Stelle in der Colbitzer Heidebrauerei.
Am 5. April 1975 wagten wir gemeinsam den Schritt vor den Altar. Unsere Hochzeit war sehr schön, wir haben diesen Schritt auch nie bereut. Und, wie das Leben spielt, wurde ich 1977 schwanger. Am 23. Februar 1978 gebar ich Lars, einen gesunden Jungen. Da dieser mit zunehmendem Alter egoistischer wurde, haben Hans und ich uns entschlossen, ihm ein Brüderchen oder Schwesterchen zu schenken. Es wurden zwei süße kleine Babys. Am 1. Oktober 1981 schenkte ich Mark und Nils, wieder Jungen das Leben.
Unsere kleine Familie wohnte jetzt in Stendal, in einer großen Wohnung direkt am Marktplatz. Hans hatte kurz zuvor seinem Vater die Löwen - Apotheke abgekauft, dort zogen wir in den ersten Stock.
Nachdem wir Anfang 1989 das 250 jährige Bestehen der Apotheke gefeiert hatte, nutzen wir Ende des Jahres, wie viele andere auch, die Möglichkeit uns in den Westen abzusetzen.
Ein Verwandter meines Onkels ist 1989 verstorben und da sich die Erben nicht einigen konnten, stand das Haus, in dem er wohnte leer. Dort, in Grünstadt durften wir vorerst einziehen.
Wir genossen endlich die Freiheit des Lebens. Um die Apotheke nicht zu verlieren, sind wir im Sommer 1990 wieder nach Stendal zurückgekehrt. Nach der Wiedervereinigung fingen wir an, die Apotheke umzubauen und zu modernisieren. Wir hatten im Westen genug Ideen gesammelt, diese galt es jetzt umzusetzen. Mit der Zeit wurde den Bürgern Deutschlands ihr enteignetes Eigentum zurückgegeben. In diesem Zuge bekam mein Vater ein Haus übertragen. Dieses hatte sein Vater vor dem 2. Weltkrieg gebaut, konnte aber nie einziehen. Die russische Armee hat ihn enteignet.
Nachdem wir dieses Objekt, mehr war es nach dem Abzug der russischen Besatzer nicht mehr, renoviert hatten, sind wir im Januar 1994 eingezogen. Ich habe mir im Garten einen langen Wunsch erfüllt, wir haben uns einen Swimmingpool gebaut.
Unsere Kinder sind alle in die Welt hinaus gezogen. Jetzt ist es richtig ruhig zu Hause. Einerseits ist diese Ruhe sehr schön, andererseits freuen wir uns jedesmal, wenn sie uns besuchen kommen.
Meinen Tag verbringe ich oft im Büro oder im Auto. Ich helfe meinem lieben Mann in der Apotheke. Dort habe ich das Rechnungswesen, die Buchhaltung übernommen. Wir haben im Einzugsbereich Stendal kleine Dörfer, diese müssen auch mit Medikamenten versorgt werden. Diese Aufgabe habe ich auch übernommen. Ich teile mir die Touren mit einem anderen Apothekenmitarbeiter.
Ich wünsche Dir nun viel Spaß auf dieser Seite.
Liebe Grüße
Rosemarie